Maya Trachsler

Was bedeutet Dir die Ausbildung zur dipl. Modedesignerin heute?
Die Ausbildung zur Modedesignerin ist mir sehr wichtig. Sie hat es ermöglichst, dass ich mein Hobby zu meinem zweiten Beruf machen konnte. Ohne diese Ausbildung, hätte ich mein Geschäft für medizinische Berufskleidung nicht aufbauen können. Die zwei Jahre Ausbildung waren aber auch für mich persönlich eine sehr schöne und kreative Zeit in meinem Leben.

Was waren Deine ersten Jobs in der Mode-Branche nach dem Studien-Abschluss?
Im ersten Jahr nach der Ausbildung brauchte ich etwas Zeit für eine Standortbestimmung, prüfte verschiedene Möglichkeiten, absolvierte ein Praktikum im Atelier Debü in Zürich bei Nicole Schmidt und Cathrine Blumer. Im Jahr 2005 begann ich dann mit den ersten Entwürfen für meine Idee, ein Label für medizinische Berufskleidung zu gründen.

Welche berufliche Tätigkeit übst Du aktuell aus?
Ich arbeite seit 2006 selbständig für mein Label «boulot». Dazu gehört: neue Outfits zu realisieren, Präsentationen und Beratungen meiner Kunden, neue Aufträge für meine Schneiderin vorzubereiten, Materialbestellungen und Vorbehandlungen der Stoffe, Aquirieren neuer Kundschaft, usw. Leider ist der kreative Teil meiner Arbeit zurzeit etwas klein.

Welches sind die besonderen Herausforderungen an dieser Arbeit?
Sich immer wieder neu zu motivieren und auch mit Misserfolgen umzugehen. Dass viele Kunden ihre alten Teile wieder bestellen und gar keine neuen möchten. Dass ich noch nicht von meinem Umsatz leben kann und dass manchmal nichts und dann wieder ganz viel läuft.

Von all dem, was Du in der MDSZ-Ausbildung gelernt hast, was nützt Dir in Deiner beruflichen Tätigkeit am meisten?
Entwerfen, Schnittzeichnen, nähen, probieren und dies solange wiederholen resp. korrigieren, bis das Teil perfekt ist.

Diplomjahr MDSZ: 2004

www.boulot.ch